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zum Kulturgut Sonnenblume



Schon vor 8000 Jahren nutzten die Einwohner Nordamerikas wild wachsende Sonnenblumen als Nahrung und Arznei. Archäologische Funde im Tiefland von Mexiko deuten darauf hin, dass die ältesten Helianthus-Zuchtsorten vor rund 4500 Jahren entstanden sind. In Nordamerika begann die Kultivierung der Sonnenblume vor ca. 3500 Jahren.

Erst vor rund fünfhundert Jahren [nach 1500] brachten die Spanischen Seefahrer die Sonnenblume aus Amerika zu uns nach Europa [ungefähr zeitgleich wie Mais und Kartoffel]. Seit dieser Zeit wurde der Pflanze anfangs vor allem wegen ihrer Attraktivität besonderes Augenmerk geschenkt. Adelige, Begüterte und Klöster hüteten die ersten Abkömmlinge als exotische Raritäten in ihren botanischen Gärten. In Europa wurde die Sonnenblume erst ab dem 18. Jahrhundert Schritt für Schritt zur Nutzpflanze.

Heute werden weltweit auf einer Landfläche größenmäßig annähernd vergleichbar mit Rumänien bzw. Uganda oder dem Bundesstaat Minnesota [USA] rund 30 Millionen Tonnen Sonnenblumenkerne produziert.





Die Sonnenblume gilt neben Soja, Ölpalme und Raps zu den wichtigsten Ölpflanzen der Welt, drei Viertel der weltweiten Ölproduktion werden durch diese Pflanzen abgedeckt.


Aus kulturhistorischer Sicht sind jedoch nicht nur die agrarwirtschaftlichen Details von Interesse.
Die Sonnenblume ist seit jeher als göttliches Symbol in fast allen großen Kulturen der Menschheit zu finden, zu allen Zeiten inspirierte sie Künstler und leuchtet auch heute noch in Wappen und Flaggen. Möglicherweise eine der ältesten Darstellungen der Sonnenblume aus unseren Breiten könnte die colorierte Grafik auf Blatt 93 des rätselhaften Voynich-Manuskripes sein. ›››  Mythos & Symbol






[Quelle: ›››  Voynich-Manuskript-Lexikon at wikipedia und ›››  Beinecke Library at Yale University]


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